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Round Tabler bitten „raus aus dem toten Winkel“ |
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Geschrieben von: Karsten Kolloge, Nordwest Zeitung
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Dienstag, den 02. November 2010 |
Ganderkesee - Beim Stichwort „toter Winkel“ werden bei Friedrich Dünkler schlimme Erinnerungen wach. Vor ein paar Jahren war’s, als der Fahrer der Spedition Dittmar in Delmenhorst auf einen schweren Unfall zusteuerte – zu dem es gekommen war, weil ein anderer Lkw-Fahrer beim Rechts-Abbiegen eine junge Frau nicht im Seitenspiegel gesehen hatte. – Die Zahl eben solcher Unfälle zu verringern, das ist das Ziel eines Aktionstages, der am Montag auf dem Gelände der Grundschule Dürerstraße stattfand: „Raus aus dem toten Winkel“.
Initiator der bundesweit stattfindenden Aktionstage ist der Serviceclub „Round Table“. Mit dem Angebot wolle man den Verkehrsunterricht der Schulen ergänzen, erklärte Roland Tautz, „Past-Präsident“ der Round Tabler Delmenhorst. Zielgruppe der Schulungen sind Mädchen und Jungen der 3. und 4. Klassen.
Um die Kinder für die Gefahren des toten Winkels zu sensibilisieren, benötige man nur „vier Pylone, Trassierband und einen Lkw“, so Tautz. Das Konzept des Unterrichts ist leicht erklärt: Die Round Tabler markierten am Lkw die Fläche des toten Winkels ab, in dem Bereich stellte sich am Montag eine Klasse nach der anderen auf. Nacheinander wurden die Kinder dann ins Führerhaus des Lkw gebeten – um sich davon zu überzeugen, dass sie im Rückspiegel keinen einzigen der Mitschüler sehen konnten.
„Basierend auf dieser Erfahrung lernen die Kinder, wie wichtig der Blickkontakt zum Lkw-Fahrer ist und wie sie aus dem toten Winkel herauskommen“, ergänzte Julian Flocke, Pressewart der Round Tabler. Nach Statistiken sterben in Deutschland etwa 150 Menschen im Jahr, weil sie von abbiegenden Lkw erfasst werden, wusste Tautz. Die Round Tabler wollen beitragen, diese Zahl zu senken.
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