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Mini-Park mit Achterbahn
Geschrieben von: Reiner Haase, Delmenhorster Kreisblatt   
Sonntag, den 15. August 2010

Abwechslungsreicher Erlebnisraum für Senioren ersetzt eintönigen Rasen

Die Demenz-Wohngemeinschaft Heide hat den altengerechten Garten eingeweiht. Viele Helfer waren am Werk.

Heide. Ein achtförmiger Laufweg rund um zwei Hochbeete, eins mit duftenden Kräutern, das andere mit bunten Blumen bepflanzt, ist das Herzstück des neu gestalteten Gartens der Demenz-Wohngemeinschaft Die Sonne von Heide des Vereins Salus. Der Garten, vorher eine eintönig grüne Rasenfläche, hat sich dank vieler Helfer in einen abwechslungsreichen Erlebnisraum für die Bewohner verwandelt. Mit dem Durchschneiden eines roten Bandes hat Hertha Fischer, die seit der Eröffnung des Hauses am 4. November 2004 im Hause lebt, den Garten freigegeben. Gefeiert wurde das Ereignis mit einem Sommerfest mit Kaffee und Kuchen für die Bewohner, ihre Angehörigen und die Mitarbeiter."
"Die Achterbahn war mein Traum, jetzt ist er Wirklichkeit", freut sich Teamleiterin Renate Westerhoff-Arnke. ?Die Bewohner können sich ordentlich bewegen, laufen immer an den Steinen entlang und kehren doch immer wieder zum Eingang zurück", ergänzt Landdienste-Pflegedienstleiterin Petra Nespital.
Der Garten ist nach dem Motto Gut Ding will Weile haben umgestaltet worden. Vor gut einem Jahr hat Bewohner Helmut Belz den ersten Spatenstich gemacht. Gartenplaner Volker Kreye hat nicht nur die Planung eingebracht, sondern auch eine 1000-Euro-Spende seines Round Table 91. Ute Wessels, ständiger Motor des Projekts, hat den 300-Euro-Erlös eines Benefizkonzerts des M-J-M-Sopranterzetts in ihrer Tanzschule weitergereicht und viele kleine Spender und Helfer zum Mitmachen animiert. "Am Aktionstag zum Bepflanzen der Beete sind mir Tränen der Rührung gekommen", gesteht die Tanzlehrerin: Das Projekt ist gelungen.
Fast jedenfalls. Die Pumpe des neu geschlagenen Brunnens, die Wasser zu Gießen fördern soll, ist nach kurzer Zeit ausgefallen. "Da war wohl noch Sand im Rohr" vermutet Westerhoff-Arnke, "aber sie wird repariert."