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Wer falsch steht, wird einfach übersehen
Geschrieben von: Lars Laue, Delmenhorster Kreisblatt   
Dienstag, den 05. Oktober 2010
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Um das Thema Verkehrssicherheit ging es gestern Vormittag auch bei der Aktion Raus aus dem toten Winkel die unbekannte Unfallgefahr in der Grundschule Kirchhatten. Der Round Table 91 Delmenhorst klärt laut Pressesprecher Julian Flocke in den kommenden Monaten Kinder aus Delmenhorst und dem Umland über die Gefahren des toten Winkels auf. Ziel sei es, die Zahl der im Straßenverkehr durch Lastwagen getöteten Kinder zu verringern.
"Immer wieder werden Fußgänger und Radfahrer von Fahrern rechts abbiegender Lastwagen übersehen, weil sie sich im toten Winkel der Rückspiegel befinden. Die Unfälle zählen zu den schwersten im Straßenverkehr, da die Opfer kaum eine Chance haben. Jährlich sterben rund 140 Menschen in Deutschland, weil sie von abbiegenden Lastwagen erfasst werden. Mit unserer Kampagne wollen wir Kindern diese Gefahr spielerisch bewusst machen und sie so zu einem vorsichtigeren Verhalten im Straßenverkehr anleiten", erklärt Flocke (31) und ergänzt: "Vier von sechs im Straßenverkehr getöteten Radfahrern befanden sich im toten Winkel."
Während der Präsentation gestern in Kirchhatten erlebten die Schüler der dritten und vierten Klassen die Gefahr des toten Winkels hautnah: Im Führerhaus eines Lastwagens sitzend verschwanden vor ihren Augen bis zu 30 Klassenkameraden im toten Winkel der Laster-Rückspiegel. "So lernen die Kinder, wie wichtig der Blickkontakt zum Lastwagenfahrer ist und wie sie aus dem toten Winkel herauskommen, indem sie größeren seitlichen Abstand zu den großen Fahrzeugen halten und sich umdrehen, bevor sie eine Kreuzung oder Seitenstraße überqueren", betont Flocke.